Madalo Lavanda…oder ein Testträumchen mit Hindernissen

Dann und wann darf ich als Trageberaterin ja auch immer mal ein Tragetuch testen. Es ist nicht ganz einfach an solche Testexemplare ranzukommen (der Test-Markt ist heiß begehrt), aber dieses mal hatte ich Glück.
Mitte Februar 2016 brachte mir der Paketmann das wunderschhöne Madalo Lavanda ins Haus. Da schon ein Madalo (Hada roja) hier wohnt, habe ich mich umso mehr auf den direkten Vergleich zwischen den beiden Tüchern gefreut. Also, das Paket schnell ausgepackt und das Tuch erstmal ausgiebig befühlt und angesehen. Der erste Eindruck war vom der Haptik her schon mal toll: wirklich butterweich. Mit dem ein- oder anderen Webfehler/- knoten muss man bei einem rein handgewebten Tragetuch schon rechnen, aber auch hier gibt es Exemplare mit mehr Schöhnheitsfehlern und welche die makellos sind. Solange es die Tragesicherheit nicht beeinträchtigt, kann ich da in Kleinigkeiten großzügig sein.
Madalo Tücher werden in Mexico in liebevoller Handarbeit unter fairen Arbeitsbedingungen handgewebt und kommen zu absolut erschwinglichen Preisen (gemessen an der Handarbeit) hier auf den Markt. Die meisten Tücher folgen dem Trend der Zeit und sind oft in farbenfrohen aber immer sehr harmonischen Farbgebungen gewebt.

Der Tester Lavanda kommt in einem lila-grau Farbverlauf daher..erstmal unauffällig aber getragen wunderschön.
Dummerweise hat genau in dieser einen Testwoche meine kleine Tochter (2 Jahre als) beschlossen nur mit ausreichender Gummibärchenbestechung und auch nur gaaanz kurz in Tuch zu hüpfen…die große Tochter war da wesentlich bindefreudiger.
Den Klassiker, die Wickelkreuztrage, war in einem halbwegs ordentlichem Bindeergenis leider nicht hinzubekommen . Die Kleine hat sich mit Händen und Füßen gewehrt und für die Große war es dann für uns beide schlicht zu wenig Tuchlänge – für ein Ringfinish hatten sich die Slingringe leider versteckt…grrrr). Also den einfachen Rucksack mit der großen Tochter gebunden und DEN fand ich – gemessen an den 20 kg Gewicht auf meinem Rücken – dann doch noch recht angenehm auf den Schultern. Leider ist die einlagige Bindeweise für derart „erschwerte“ Bedingungen nicht wirklich lange am Stück tragbar – für meinen Geschmack hatte das Tuch hier nach einiger Zeit (20 Minuten) zuviel „Bounce“
Im Double Hammock habe ich dann leider kapitulieren müssen – das war mir schlicht zuviel Tuch. Fairerweise muss ich aber dazu sagen, dass ich grade bei den mehrlagigen Rückenbindeweisen eher dünnere und etwas leichtläufigere Tragetücher bevorzuge.
Ein paar Tage später habe ich zum Abschluss dann noch das Känguru mit der kleinen Tochter binden dürfen…und ich muss sagen: DA hat für mich alles gestimmt. Und die Schulterklappen kommen bei diesem Tuch auch optisch schön zur Geltung. Leider ist Lavanda auf die Reise zum nächsten Tester gegangen, bevor meine Sling-Ringe wieder aufgetaucht sind – so ein Ring-Finish und eine Hüfttrageweise (Hüftschlinge mit Ring) hätte ich gerne noch probiert (aber ich habe ja auch noch Hada hier liegen <3 )
Fazit: Ich habe gemerkt, dass mein eigenes Madalo etwas öfter getragen werden muss, um noch weicher zu werden als es ohnehin schon ist. Für den Einstieg in den „Handwoven“ Bereich finde ich Madalo toll..günstig, weich, fair und hübsch. Für größere/ schwerere Kinder finde ich das Madalo auch gut geeignet. Für ganz kleine und zarte Neugeborene wäre es – so wie Lavanda hier ankam – zwar definitiv weich genug aber für meinen Geschmack einfach zu „mächtig“. Ich glaube für mich persönlich wäre ein extralanger Ring-Sling von Madalo einfach perfekt…mal sehen..vielleicht lasse ich mir so einen irgendwann noch einmal anfertigen 😉

Danke Madalo für das mir entgegengebrachte Vertrauen

Madalo

So fängt die Woche doch gut an

Ich gebe ja zu, dass in mir mittlerweile ein ausgesprochener Suchti steckt (im Tragefachjargon spricht man hier übrigens von einem „ATTA“: einem Absolut TrageTuch Abhängigen).
Es gibt so unglaublich viele tolle und schöne Tragetücher und Tragehilfen..und ein besonders exclusives Tragehilfenmodell ist am Wochenende hier eingezogen:
ein Oscha Coorie Toddlersize „Roses Eyebright“
Was soll ich sagen…er ist nicht nur optisch sondern auch tragetechnisch ein Traum (der Preis leider auch – weshalb der Coorie in meinem Privatstapel wohnt und nur auf Anfrage mit in das Beratungsköfferchen wandert)
Besonders innovativ: der Hüftgurt hat 2 Ringe wie beim RingSling..ich kann das ganz schlecht beschreiben, aber es trägt sich toll (und sieht -by the way- auch noch toll aus)

coorie

Und mein Sortiment wird in den nächsten Wochen noch etwas mehr wachsen…seid gespannt 🙂